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Bøeclav


Bøeclav, grenzt an Lednicer-Valticer Areal im Osten, stellt das Eingangstor in das Gebier dar. Es liegt an der Thaya, von hier aus fahren die Ausflugsboote in den Park. Die Stadt teilt der grünmarkierte Wanderweg, der im Süden nach Pohansko und weiter nach Poštorná und im Norden nach Lednice führt. Der gelbmarkierte Wanderweg führt vom Zentrum zu Hl. Hubert, Drei Grazien und dem Grenzschlösschen.

Wenn man nach Bøeclav kommt und die moderne Kirche auf dem Stadtplatz sieht, umgeben von der Asphaltstraße, hat man plötzlich keine Lust mehr über die Geschichte der Stadt nachzudenken. Es ist Schade. Obwohl die Kirche eher einem Ausstellungsturm eines Einkaufszentrum ähnelt, Geschichte Bøeclavs (und nicht nur die geistliche) greift weit in die Vergangenheit zurück. Erste Slawen, die Perun verehrten, kamen schon im 6. Jahrhundert. Um dreihundert Jahre später bildeten sie die umfangreichste frühgotische Feste bei uns – später Pohansko.

Nebeneinander lebten hier gemeinsam Katholiken und Protestanten, Adventisten des siebten Tages sogar auch Juden. Von ihnen haben wir hier Kirchen, eine Kapelle, eine Synagoge und historische Friedhöfe. In Bøeclav gibt es das berühmteste Marterl bei uns. Es wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts gebaut – angeblich als Denkmal an Kinder, die hier vom Blitz getroffen wurden. Seine Malereien, wie aus einem slawischen Trachten geschnitten, wurden nach einem Muster aus den 50. Jahren renoviert.

Die Bewohner Bøeclavs sind auf ihre Zugehörigkeit zum Landgebiet Slovácko sehr stolz. Hier finden Weinlesen im typischen Trachten, Volkstänze mit Zimbel und Wenzelsfeste statt. Zum Tanzen spielt das typische „Orchester“ und singt ein Chor. Man isst Würste und Leberwürste und trinkt guten Wein. Der Weinbau hat ihre Tradition genauso in Mikulov und Valtice wie hier.

Nach dem Lob der brezlauer Geschichte und historischer Bauten sollten wir zur Realität zurückkehren. Heutzutage wird die Stadt von Touristen eher als Tor in den Areal Lednice-Valtice betrachtet. Magische Atmosphäre behielt nur das hiesige mit den Jahren verfallene Schloss. Es erlebte doch ein ehrwürdiges Alter: ursprüngliche Holzburg stand hier schon im 11. Jahrhundert.

Der Umbruch kam im Jahre 1839, als der erste Dampfzug kam. Die Einwohnerzahl wuchs, es wurden Zuckerfabrik, Ziegelei, Chemiebetrieb, Brauerei, Sägewerk, Konservenfabrik, Brennerei gegründet. Aus einem ruhigen Dorf am Ufer der Thaya wurde eine pulsierende Stadt, die mit ihrer Vielseitigkeit überrascht.





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foto: Jan Halady, text: Michaela Košálová