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Jägerschlösschen


 

Das Jägerschlösschen befindet sich ca 2 km östlich von Lednice. Es liegt an dem gelbmarkierten Wanderweg, der Lednice mit Podivín verbindet, ca 500 m von der Johannes Burg. Die Innenräume sind für die Öffentlichkeit unzugänglich.

Es gibt in Lednice-Valticer Areal mehrere Jägerschlösschen, aber nur eins heißt so. Das Jägerschlösschen diente als Forsthaus. Das klassizistische Gebäude hat im ersten Stock eine Loggia, die mit toskanischen Säulen geschmückt ist. Von hier aus konnten die neugierigen Damen ihre Ehehälften, die dem behaarten „Mittagessen“ hinterher waren. Wenn die Sonne dem Horizont nagte, hatten es die Herren zum Festmahl nicht weit. Die Johannes Burg – eine romantische Ruine, wo nach der Jagd gegessen, getrunken und getanzt wurde, ist nicht einmal 1 km entfernt.

Das Jägerschlösschen wurde in den Jahren 1805 bis 1806 nach den Projekten von Josef Hardmuth erbaut. Das Hegerhaus war nicht der einzige Bau, den er entwarf, damit er den Liechtensteiner ausgedehnten Landbesitz verschönert. In dieser Zeit schmückte Hardmuths Lebenslauf schon der Entwurf des unikaten Minaretts. Außerdem benutzte der Architekt nicht nur den Bleistift, sondern er schuf ihn selbst.

Was die Jagd angeht, können wir dem Adel keine Vorwürfe machen. Die Herren brauchten sich abzureagieren und die Leute konnten nur dankbar sein, das sie das Hochwild jagten als die Männer in den Krieg zu schicken. Paradox sollten wir ihnen dafür danken, dass ziemlich viele Wälder und viel Wild in Europa bewahrt wurden. Wenn sie keine Lust umzubauen gehabt hätten, hätten die Bäume der ständig wachsenden Bevölkerung weichen müssen. Der natürliche menschliche Instinkt trieb sie dazu, alle Quellen um sich herum am besten (für sich selbst) zu nutzen. Die Herren verboten Bäume zu fällen, damit stattliche Hirschen und scharfsinnige Hasen nicht aussterben, die so geeignet für „Entspannungsabschuss“ waren.

Während der Jahrhunderte wurden viele Jagdmöglichkeiten entwickelt. Pirsch (wenn ein einsamer Jäger durch den Wald schleicht und Hirsche, Rehen und Damhirsche jagt), Ansitz (wenn er unbeweglich auf dem Ansitz wartet), Verfolgung (wenn er einen Jagdhund mithat) oder Ködern (wenn er die Tiere mit einer Lockpfeife lockt, die nach charakteristischen Tierlauten klingt). Liechtensteiner mochten Gesellschaftsjagd, Kesseltreiben und Treibjagd. Auf lebhaften Rossen versammelten sich viele Herren, durch seine treuen Hunde begleitet. Das gefangene Wild wurde in Flammen der acht Feuerstätten auf dem Burghof der Johannes Burg gegrillt und an demselben Abend aufgegessen.





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foto: Jan Halady, text: Michaela Košálová