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Mikulov


Mikulov befindet sich ca 30 km westlich von Bøeclav. Die Dominante des Dorfes bilden zugängliches Barockschloss, Svatý kopeèek (der Heilige Berg) und die Aussicht Kozí hrádek (Ziegenburg). Südöstlich von hier führt der blaumarkierte Wanderweg über das Grenzschlösschen und Belveder nach Valtice. Im Norden führt der rotmarkierte Wanderweg nach Pavlov.

Das Städchen Mikulov sieht wie eine Kulisse zu einer romantischen Geschichte über eine Prinzessin und einen armen Bauer aus. Das monstrose Barockschloss im Kontrast zu den einfachen grünen Weinbergen bildet das „touristische Paradies“. Der ganzen Familie wird es gefallen. Der Vater trinkt Wein in einem von den zahlreichen gemütlichen Weinkellern, die Mutter verträumt sich in den elegant gestalltenen Schlossräumen und die Kinder laufen auf den nahe liegenden Heiligen Berg. Es ist nicht so hoch und von Ferne erinnert er eher an einen kahlen Greis mit Mütze. „Die Mütze“ ist die hl. Sebastians Kirche.

Der Platz in Mikulov senkt sich zu der Dietrichsteiner Gruft aus der Hälfte des 19. Jahrhunderts ab. Er ist von ein paar Restaurants umgeben und in der Saison bücken sich darauf zahlreiche hölzerne Stände mit Souvenirs. Von denen schauen Sie Leute unterschiedlichen Alters und Aussehens an – jeder von ihnen würde die Hand ins Feuer legen, dass gerade sein Heuriger/ Most/ Glühwein der beste in der ganzen Stadt ist.

Ein paar Schritte bergauf und wir befinden uns im Schlosspark. Zwischen den Burgmauern laufen wir durch eine „Statuenallee“ der modernen Kunst und den romantischen Rosengarten. Nicht lange Treppen führen zur Synagoge, zu einem ausdrucklosen Gebäude, das hier die berühmteste jüdische Kommune in Mähren hinterließ. Die Gebetstätte steht hier seit Anfang des 14. Jahrhunderts. Heutzutage ist das erhaltene Interier für die Öffentlichkeit zugänglich und außer den zahlreichen jüdischen Gegenständen in Glasvitrinen schmücken es gegenwärtige Fotografien. Die Bilder führen uns nach traurigem Israel und Palästina, wir werden Zeugen von teroristischen Angriffen und dem Leid an beiden Seiten sein. Der Spaziergang durch Mikulov verläuft, ob wir das wollen oder nicht, in melancholischer Stimmung.

Die meisten Städte und Dörfer sind von oben am schönsten. Das gleiche gilt für Mikulov, das wir von der Ziegenburg betrachten können. Seit Jahren steht hier ein Geschützturm, von dem aus tapfere Bewohner den langen Teil des Geschäftwegs aus Wien nach Brünn (Brno) kontrollierten. Heutzutage dient die Ziegenburg als Aussichtsturm.





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foto: Jan Halady, text: Michaela Košálová