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Teichschlösschen


 

Das Schlösschen befindet sich ca 2 km südlich von Lednice am Nordufer des Mittleren Teiches (Prostøední rybník). Er ist von der Bezruè Allee zugänglich, die Lednice mit Valtice verbindet. An der Straße wurde Informationstafel gestellt, zum Bau führt ein Betonweg. Die Inneräume sich für die Öffentlichkeit unzugänglich.

Wenn wir das Teichschlösschen mit dem Auge eines praktischen Touristen betrachten, ist es ein Pavillon wie jeder andere. Die Sehenswürdigkeit wird uns erst interessieren, wenn wir etwas von dem überraschenden Fund aus dem Jahre 2003 erfahren. Das Schloss sieht heutzutage ungefähr so aus, wie es im Jahre 1815 Josef Kornhäusel entwarf. Bis während der Renovierung 80 cm breite und mehr als 10 m lange Mauer ausgegraben wurde, dachte niemand darüber nach, ob es jemals umgebaut wurde. Das

Teichschlösschen erinnert eher an eine Villa. Es ragt an der Hügelkante über der Glaswasserfläche des Mittleren Teiches mit dem Portal zum Wasser empor. Von hier aus kann man die architektonische Ausschmückung des gegenüberliegenden bewaldeten Ufers sehen.Unter den grünen Bäumen befinden sich der Neuhof (Nový dvùr) und der Drei-Grazien-Tempel (Chrám Tøí Grácií). Beide Gebäude sind im romantischen Stil erbaut, wie es damals modern war.

Wie viele Pavillons des Areals Lednice – Valtice, diente auch das Teichschlösschen dem Lieblingshobby der Herrschaft – der Jagd. Die Herren trafen sich hier, um die Jagd auf Vogel und Fische zu eröffnen. Später wohnte im Erdgeschoss der Gärtner. Liechtensteiner waren keine Rückschrittler und schwärmten für Wissenschaft, deshalb widmeten sie im jahre 1928 das Objekt Ornithologen und Hydrobiologen. Heute wird es von der Mendelsuniversität verwaltet.

Nach den letzten Forschungen sah seiner Zeit das Schloss ganz anders aus. Nachdem die Umbauarbeiter am Portalfuß die Mauer entdeckt hatten, fingen Historiker an zu streiten, wozu sie gehörte. Es wurden undatierte Dokumente ans Tageslicht gebracht, die die geplante Renovierung zeigten. Zu diesem großartigen Umbau, der hier entworfen wurde, ist aber nie gekommen. Als Franz Engel auf dem gegenüberliegenden Ufer den Drei-Grazien-Tempel im Jahre 1824 baute, überzeugte er die Herren, dass an das Teichschlösschen mindestens Seitenarkaden angebaut wurden. Er hatte einen interessanten Grund dafür – er wollte, dass von Grazien aus eine schönere Aussicht ist. Seitenflügel müssen laut zeitgemässen Beschreibungen und Zeichnungen vor dem Jahre 1840 abgeschafft worden sein.





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foto: Jan Halady, text: Michaela Košálová